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22.02.2016 | NWZ Online, von Claus Stölting, mit freundlicher Genehmigung
Plan für Bebauung am Ostkamp
Auch der Verwaltungsausschuss gibt grünes Licht – Sozialer Wohnungsbau wäre möglich
Gut 40 Baugrundstücke könnten entstehen. Der Planentwurf lässt auch Mehrparteienhäuser des sozialen und privaten Wohnungsbaus zu.

Metjendorf/Alexandersfeld Nun soll die gemeindeeigene Fläche an der Straße „Am Ostkamp“ in Metjendorf (gleich hinter der Stadtgrenze) doch für eine Wohnbebauung vorbereitet werden. Bau- und Umweltausschuss und nun auch der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Wiefelstede stimmten sowohl der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 103 I als auch der entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans zu.

Noch im Februar 2015 hatte die Mehrheit im Bau- und Umweltausschuss den Beginn einer Bauleitplanung abgelehnt: Lediglich die drei Vertreter der SPD hatten sich für eine Bebauung der gemeindeeigenen Fläche stark gemacht. Nun stimmten auch die anderen Fraktionen zu. Auf der dreieinhalb Hektar großen Fläche könnten gut 40 Baugrundstücke entstehen, einige auch für Mehrparteienhäuser etwa des sozialen, aber auch des privaten Wohnungsbaus. Rita Abel vom Planungsbüro NWP hatte im Bau- und Umweltausschuss zwei Planungsvarianten vorgestellt. Letztlich entschieden sich die Gremien dafür, in zwei Bereichen der Planungsfläche eine zweigeschossige Bauweise, Firsthöhe 11 Meter, zuzulassen. Auch für eine Kindertagesstätte wäre im neuen Baugebiet Platz.

In der Beratungsvorlage für den Bau- und Umweltausschuss hatte die Verwaltung deutlich gemacht, dass derzeit 130 Bewerbungen für Wohnbaugrundstücke in Metjendorf vorlägen. 56 Antragsteller seien dabei Wiefelsteder im Sinne der Vergaberichtlinien. Die Gemeinde habe seit 2011 keine Grundstücke in Metjendorf mehr anbieten können.

Hartmut Bruns (FDP) hatte sich im Februar 2015 noch gegen eine Bauleitplanung am „Ostkamp“ ausgesprochen – aus Sorge darüber, dass die vorhandene Infrastruktur bei weiterer Bebauung nicht ausreichen würde. Angesichts des jetzt festzustellenden, hohen Bedarfs an Wohnbauflächen stimmte er nun zu. Auch Günter Teusner (Grüne) hatte 2015 noch dafür plädiert, abzuwarten. Angesichts des Flüchtlingszustroms seien jedoch grundlegende Änderungen eingetreten: Der Zeitpunkt für die Ausweisung eines Wohngebietes sei nun gekommen. Auch Enno Kruse (UWG) stimmte dem zu, ebenso wie Helmut Stalling (CDU). Dieser machte jedoch deutlich, dass die Entwicklungsmöglichkeiten eines in der Nähe befindlichen landwirtschaftlichen Betriebes nicht eingeschränkt werden dürften. Der betroffene Landwirt, der sich im Ausschuss ebenfalls zu Wort meldete, befürchtet Einschränkungen durch die geplante Ausweisung eines Wohngebietes.

Über die Zustimmung zur Planung freute sich auch Jörg Weden (SPD) – zumal seine Partei diese schon seit Jahren gefordert hatte. Die vorgetragenen Bedenken hinsichtlich der Infrastruktur seien nachvollziehbar, sagte Weden. Die Grundschule in Metjendorf sei jedoch bereits jetzt zu klein, so dass sich die Gremien der Gemeinde ohnehin mit einer Erweiterung befassen müssten. Weden sprach sich für eine Generationen übergreifende Bebauung am „Ostkamp“ aus.

Seit Jahren habe man nach geeigneten Flächen für seniorengerechtes Wohnen gesucht, erklärte Renate Heerwagen, zweite Vorsitzende des Seniorenbeirates der Gemeinde: „Am Ostkamp könnte ein solches Vorhaben verwirklicht werden.“

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