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Neuigkeiten
17.10.2017, 11:04 Uhr | NWZ Online, Kerstin Schumann und Jasper Rittner, mit freundlicher Genehmigung
Jens Nacke siegt mit 205 Stimmen
Dass der Wahlabend im Ammerland so spannend werden würde, hatte wohl kaum jemand geahnt. Beim Kampf ums Direktmandat wechselte die Führung fast mit jedem ausgezählten Wahllokal. Am Ende hatte Jens Nacke (CDU) hauchdünn die Nase vorn.
Ammerland Vor vier Jahren hatte er noch mehr als elf Prozentpunkte Vorsprung auf die damalige SPD-Kandidatin Sigrid Rakow gehabt. Diesmal musste Jens Nacke bis zum letzten Wahllokal zittern. Als um 20.33 Uhr das Ergebnis aus Husbäke gemeldet wurde, stand dann sein Sieg mit 38,47 Prozent zu 38,06 Prozent fest. 205 Stimmen holte er mehr als Freia Taeger.
Knapper Sieger: Jens Nacke (CDU) wurde nach Bekanntgabe des Ergebnisses mit Beifall begrüßt. Bild: Kerstin Schumann

Was wäre wenn? Kommentar von Jasper Rittner

 CDU

Hauchdünn das Direktmandat geholt, aber bei den Zweitstimmen eine deftige Niederlage kassiert. Bei nur noch 33,2 Prozent kam die CDU ins Ziel. 2013 waren es noch 36 Prozent gewesen, 2008 sogar 42,6 Prozent. Das einst schwarze Ammerland hat rot gewählt.

Trotz Nackes knappen Sieges war der Jubel bei den Christdemokraten groß, als das Ergebnis bekannt gegeben wurde. „Das war wirklich ein spannender Wahlabend – ein Herzschlagergebnis“, erklärte ein sichtlich erleichterter Jens Nacke nach der Auszählung. „Ich freue mich, dass das Ergebnis der Erststimmen über den Zweitstimmen liegt. Das bestätigt meine Arbeit“, erklärte er.

 SPD

Die Enttäuschung über die knappe Niederlage von Freia Taeger schmerzte zwar, gleichwohl hatten die Sozialdemokraten im Ammerland auch Grund zum Jubeln. Mit 35,9 Prozent legten sie rund sieben Prozentpunkte gegenüber der letzten Wahl zu. Sie sind nicht nur im Land Niedersachsen stärkste Partei, sondern auch im Wahlkreis Ammerland.

Entsprechend groß war die Freude im Parteibüro der Sozialdemokraten am Wahlabend. Auch wenn Direktkandidatin Freia Taeger den Wahlkreis nicht holen konnte, war sie mit dem Ergebnis zufrieden. „Es ist natürlich schade, dass es nur an wenigen Stimmen scheiterte. Trotzdem ist das alles in allem ein schöner persönlicher Erfolg, mit dem ich nicht gerechnet habe“, erklärte sie am Wahlabend. „Und ich freue mich außerordentlich über das gute Ergebnis der SPD auf Landesebene und im Wahlkreis.“